Die Stromwirkung hat also thermische, elektrophysiologische
und elektrochemische Effekte. Aus der lokalen oder sich fortpflanzenden
Erregung von Nerven und/oder Muskelfasern resultiert (Schmerz-)
Empfindung und/oder Muskelkontraktion.
Die Schmerzempfindung selbst ist die Folge von Wärmeumwandlung
im Gewebe und abhängig von Stromdichte und Schmerztoleranz. Bei
dieser Reizwahrnehmung gibt große individuelle Unterschiede, sie
ist beispielsweise abhängig von Stimmungslage und der momentanen
Situation. Stromschäden sind thermische sowie elektrochemische
Zell- und Gewebeschädigungen.
Niederstrom-Elektroreizgeräte (wie zum Beispiel die Innotek-Geräte)
sind vergleichbar mit den Reizstromgeräten der Humanmedizin zur
Muskelstimulation und Behandlung von Schmerzen. Sie haben eine
maximale Energieabgabe von 60-300mJ je Sekunde Reizdauer (Vergleich
mit einem Weidezaun: 2000-30.000mJ).
Die Reizwirkung ist dabei außerdem abhängig von der verwendeten
Stromart, der Einwirkdauer und der Form der Impulse. Ist die Kontaktfläche
also sehr klein, erhöht sich der Übergangswiderstand sowie die
Temperatur und dadurch tritt das Schmerzempfinden viel früher
auf.